Chancen & Risiken

Wie kaum eine andere Anlageform eröffnen Anlagefonds dem Anleger die Möglichkeit, auf bequeme Weise Kapital nach dem Grundsatz der Risikostreuung anzulegen, dies dank der Einschaltung eines professionellen Fondsmanagements, das die Gelder auf verschiedene Anlagen verteilt.

Entscheiden Sie aufgrund Ihrer Risikoneigung
Beim Erwerb von Anteilsscheinen treffen Sie eine Anlageentscheidung durch die Auswahl eines bestimmten Anlagefonds. Ihre Entscheidung orientiert sich dabei an den von diesem Fonds einzuhaltenden Anlagegrundsätzen. Diese können Sie den Verkaufsprospekten und -reglementen der jeweiligen Fonds sowie - in einer übersichtlichen Darstellung - den auf dieser Website zur Verfügung gestellten FactSheets entnehmen. Bitte beachten Sie jedoch, dass positive Ergebnisse des Anlagefonds in der Vergangenheit nicht ohne weiteres in die Zukunft übertragbar sind.

Auch wenn Sie mit vielen speziellen Risiken anderer Anlageformen nicht direkt konfrontiert sind, so tragen Sie im Endeffekt - je nach Anlageschwerpunkt des jeweiligen Fonds - anteilig das volle Risiko der durch den Anteilschein repräsentierten Anlagen.

Anlagefonds unterliegen im wesentlichen folgenden Risiken:

  1. Risiko rückläufiger Anteilspreise (Kursänderungsrisiko)
    Anlagefonds unterliegen dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich Kursrückgänge bei den im Fonds enthaltenen Wertpapieren im Anteilspreis widerspiegeln.
     
  2. Zinsschwankungsrisiken
    Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Ungewissheit über die zukünftigen Veränderungen des Marktzinsniveaus. Bei sinkenden Kapitalmarktzinsen steigt beispielsweise der Wert von Obligationen und damit deren Börsenkurse und umgekehrt. Zinsänderungen können sich auch auf Aktienkurse auswirken, werden jedoch methodisch beim Kursänderungsrisiko erfasst. Je nach Anlageschwerpunkt des Fonds werden sich die Zinsschwankungsrisiken entsprechend auf den Anteilspreis des Fonds niederschlagen.
     
  3. Währungsrisiken
    Als Anleger unterliegt man dem Währungsrisiko, wenn die gehaltenen Anlagen auf ausländische Währung lauten und der zugrundeliegende Devisenkurs sinkt. Einfluss auf den Devisenkurs eines Landes haben fundamentale Komponenten wie die Inflationsrate eines Landes, die Zinsdifferenzen zum Ausland, die Einschätzung der Konjunkturentwicklung, wie weltpolitische Situation und die Sicherheit der Geldanlage. Aber auch psychologische Momente wie Vertrauenskrisen der politischen Führung des Landes können eine Währung schwächen.
     
  4. Allgemeines Marktrisiko
    Eine breite Streuung des Fondsvermögens nach verschiedenen Gesichtspunkten kann nicht verhindern, dass gegebenenfalls eine rückläufige Gesamtentwicklung an einem oder mehreren Börsenplätzen sich in Rückgängen bei den Anteilspreisen niederschlägt. Das hierdurch bestehende Risikopotenzial ist bei Aktienfonds grundsätzlich höher einzuschätzen als bei Obligationenfonds.
     
  5. Risikokonzentration durch spezielle Anlageschwerpunkte
    Spezielle Aktien- und Obligationenfonds sowie Spezialitätenfonds haben grundsätzlich ein stärker ausgeprägtes Ertrags- und Risikoprofil als Fonds mit breiter Streuung. Da die Anlagebedingungen engere Vorgaben bezüglich der Anlagemöglichkeiten enthalten, ist auch die Anlagepolitik des Managements gezielter ausgerichtet. Das bildet zum einen die Grundvoraussetzung für höhere Kurschancen, bedeutet zum anderen aber auch ein höheres Mass an Risiko und Kursvolatilität. Durch Ihre Anlageentscheidung für einen solchen Fonds akzeptieren Sie also von vornherein eine grössere Schwankungsbreite für den Preis Ihrer Anteile.

Das Anlagerisiko steigt mit der zunehmenden Spezialisierung des Fonds:

  • Regionale Fonds und Länderfonds etwa sind einem höheren Verlustrisiko ausgesetzt, weil sie sich von der Entwicklung eines bestimmten Marktes abhängig machen und auf eine grössere Risikostreuung durch Nutzung von Märkten vieler Länder verzichten.
  • Branchenfonds wie zum Beispiel Rohstoff-, Energie- und Technologiefonds beinhalten ein erhebliches Verlustrisiko, weil eine breite, branchenübergreifende Risikostreuung von vornherein ausgeschlossen wird.
     
  1. "Risiko" des noch nicht feststehenden Preises beim Auftragsdatum
    Wir bitten Sie schliesslich zu beachten, dass der Preis bei Fondstransaktionen (Käufe und Verkäufe von Fonds) nach dem international angewandten Standard des sogenannten Forward-Pricing-Prinzips bestimmt wird. Dies bedeutet, dass Kaufaufträge zum nächst bekannten Net Asset Value (NAV) zuzüglich Transaktionskosten ausgeführt werden. Der NAV, innere Wert oder auch "Inventarwert" eines Fondsanteils wird ermittelt aus dem Verkehrswert der Fondsaktiven, welche anhand der Börsen-/Devisenschlusskurse vom Vortag bewertet werden, vermindert um die Verpflichtungen (und die mutmasslichen Liquidationssteuern beim Immobilienfonds), dividiert durch die Anzahl der ausstehenden Anteile. Der Nettoinventarwert wird in der Regel täglich berechnet und publiziert (Ausnahme: Immobilienfonds). Am Auftragstag steht der Kurs, zu welchem der Fonds am nächst möglichen Handelstag gehandelt wird also noch nicht fest, da zu diesem Zeitpunkt nur die Vortageskurse bekannt sind.
© 2012

Baloise Fund Invest, una divisione della Basilese Assicurazione SA.
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